Die Menge der Selbsttötung unter alten Menschen steigt exponentiell. Vereinsamung und Isolation sind die häufigsten Ursachen. Depressive Erkrankungen sind die entscheidenden Faktoren, egal ob bei Jungen oder Alten. Beziehungskonflikte spielen eine herausragende Rolle.
Ca. 4 Millionen Deutsche leiden an einer Depression. 10-15% enden im Suizid
WHO 2020:
die führende Krankheitsursache neben Herz-Kreislauf
Erkrankung.
Psychische Störungen werden mehr und mehr zu einem
volkswirtschaftlichen Problem
zur Zeit ca. 400 Millionen €/Jahr
Die Jugend der Moderne
2007: mehr als 23.000 junge Leute zwischen 10 und 20 Jahren
landen mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus
Kampftrinken: trinken bis der Arzt kommt
„Flatrate-Partys“
20% aller Kinder und Jugendlichen sind psychisch auffällig.
1/3 davon behandlungsbedürftig
Medienmissbrauch bei Kindern von bildungsfernen Schichten:
täglich mehr als 4 Stunden Medien
Kontrollverlust
Einengung des Verhaltensraumes
Toleranzentwicklung – Entzugserscheinung
Aggressivität, mangelnde soziale Integration, Selbstwertgefühl, Körper- und Lebensqualität, sprachliche und schulische Entwicklung, Adipositas, Diabetes-Mellitus, Schlafstörungen, Alkoholmissbrauch, selbst-verletzendes Verhalten, Amoklauf
15% aller Schüler leiden unter Mobbing
Außen - westliche Perspektive
Die Naturwissenschaft reduziert den Menschen auf einen biologistisch physikalischen Organismus ähnlich einer Amöbe
Die Naturwissenschaft verlegt ihr Erkenntnisinteresse lediglich auf das sichtbare, messbareVerhalten eines Menschen (Behaviorismus)
Die Psychologie interessiert sich nur für das beobachtbare Verhalten ähnlich wie beim Beobachten des Tieres (pawlowscher Hund)
Die Medizin reduziert den Menschen zur Körpermaschine, zum biologischen Mechanismus
Krankheit ist lediglich eine Fehlfunktion der Körpermaschine, die es zu reparieren gilt.
Die Sozialwissenschaften behandeln den Menschen nicht anders als die anderen Realwissenschaften (Tiere, Pflanzen, Steine)
Der Mensch ist eine Reiz-Reaktions-Maschine
Wissenschaft wendet sich dem „Außen“ zu
Das so entworfene Menschenbild zeichnet einen Menschen ohne Willens- und Entscheidungsfreiheit, ohne Handlungsautonomie
Die Naturwissenschaft erschafft Verfügungswissen aber kein Orientierungswissen.
Innen – östliche Perspektive
Erkennt den Menschen als ein kulturelles, geschichtliches Wesen. Als eine leib-seelische-geistige Einheit
Der Mensch hat ein Bewusstsein und ist erkenntnisfähig
Es gibt eine seelische Dimension im Menschen
Das menschliche Dasein ist sinnvoll und hat eine Bestimmung
Der Mensch verfügt über Konzentrations- und Willenskraft
Es gibt einen Ort im Menschen, der spirituelle Erfahrungen möglich macht
Der Mensch ist ein dynamisches Wesen, dass durch Wachstums- und Reifungsprozesse zur Selbstverwirklichung und Vollendung gelangen kann.
Symbole im Schnittpunkt zwischen Erscheinung und Wesen.
Das Symbole ist von grundlegender Bedeutung. Es liegt genau im Schnittpunkt verschiedener Seins-Ebenen, zwischen Erscheinung und Wesen. Im Äußeren offenbart es das Innere, im körperlichen das Geistige, im Sichtbaren das Unsichtbare.
Diese Wesenhaften Urbilder, als Symbole niedergelegt, sind als psychodynamische Wirkkräfte zu verstehen. Als seelische Teil Ichs sind sie daher sinntragende Wesenskräfte, die durch ein Individuum zum Ausdruck gebracht werden wollen. In ihrem „Hervorbringen“ sind sie als Werde-Kräfte erkennbar. ( der Hagere, Vollmondgesicht, der jovial-freundliche, der Unnahbare usw. ) Diese Wesenskräfte sind unabhängig von Erbe, Umwelt und Niveau eines Menschen prägend.
Reyna
Der Intention von Binswanger und Heidegger folgend, versucht Reyna, sich dem Grundgefüge des Daseins eines einzelnen Menschen dem Sinn vom Sein und dessen Verbindung mit dem Lebensschicksal mit Hilfe der Hermeneutik zu nähern.Hierbei verwendet er als Methode das Material der astrologischen Symbollehre. In diesem Sinne versucht er sich dem Wesen des sich Zeigenden näher zu kommen.Hierbei handelt es sich um die Grundlegung einer geisteswissenschaftlichen Psychologie, die sich die Frage nach dem Sinn vom Sein des ganzen Menschen stellt, den man als leiblich-seelisch-geistige Einheit zu fassen gewohnt ist.Reyna fordert eine Psychologie, die sich die Frage nach dem Leben selbst stellt. Nach der Bedeutung des Seins der menschlichen Existenz im Dasein. Also nicht einer Psychologie, die in eine allgemeine Biologie eingebaut ist
C.G. Jung
Durch Analysen verschiedener Kulturen bestätigt sich für Jung, daß phylogenetische Reaktionsbereitschaften mit speziellen Inhalten in allen Kulturen der Welt vorkommen und sich daher nicht durch Erziehung herausgebildet haben.
Diese phylogenetischen Inhalte nennt Jung das kollektive Unbewusste, den Archetypus.
Solche archetypischen Inhalte sind niedergelegt in Symbolen, Bildern, Mythen und Märchen.
Jung anerkennt universale Prinzipien des Seelischen, die durch Symbole Kunde geben.
Diese symbolischen Inhalte sind jenseits von Erziehung und Bildungseinflüssen.
Er begreift als erster, daß die Sprache des Seelischen eine Sprache der Bilder und Symbole ist.
Jung zeigt, daß sich durch die Unkenntnis der Symbolsprache des Seelischen im Menschen Sinngehalte, die seit Urzeiten dem Menschen immanent sind, verloren gingen.
Diese Sinngehalte ins allgemeine Bewusstsein zurückzuführen, war ein Anliegen von C.G. Jung.
Zitat von Thomas Ring:
„Wenn es Wahrheiten gibt, die nach Jahrtausenden noch die selben sind, dann können es nur innerseelische Wahrheiten sein, während sich unterdessen Bewusstseinsinhalte geändert haben. Das bleibende in der Astrologie beruht auf Symbolen, die seelische Grundgehalte umschreibe